Donnerstag, 13. März 2008

Lehit (להתראות / Tschüss)

Der letzte Tag in Israel....

Wollte eigentlich noch einen Aussichtspunkt im Schalom Tower (ca. 28 NIS) besuchen, aber aufgrund knapper Finanzressourcen hab ich mich dann doch gleich zum Strand begeben.

Nach ein wenig relaxen am Meer und einer letzten Falafel gings auch schon zum Flughafen.

Mit einer kleinen Verspätung bin ich dann schließlich gut erhalten in München angekommen.

Ach: Lustig ist, dass ich trotz zweistündiger Sicherheitskontrolle meine ein Liter Wasserflasche mit in den Flieger nehmen durfte. Soviel zum Thema sinnvolle Sicherheitsvorkehrungen an europäischen Flughäfen...

Das wars.





Hoffe dir hat mein Blog gefallen bzw. bei deinen Reisevorbereitungen a bissl geholfen. Wer weitere Infos haben möchte, der kann sich gerne bei mir per Mail melden.

Mittwoch, 12. März 2008

Was mach ich heute???

Aufgestanden und überlegt - wo gehts heute hin????
Da ich Tel Aviv morgen noch mal unsicher machen kann, hab ich beschlossen ein drittes Mal nach Jerusalem zu fahren.
Gesagt getan und schon saß ich wieder im Bus nach Jerusalem.
Da ich das letzte mal net alles geschafft hatte, wusste ich gleich wo ich hin wollte. Nach einer kleinen Stippvisite im Rockefeller Museum (alte Statuen und so - aber der Eintritt war frei) gings auf den Mt. Olives (oder wie wir sagen - Ölberg).
Oben angekommen ist man total alle, aber dafür ist man vom schönen Blick über Old Jerusalem absolut begeistert.



Danach gings noch mal an der Klagemauer vorbei zum Berg Zion. Die Dormitiokirche (Kirche der Maria) ist hierbei besonders sehenswert gewesen.
Kleiner Abstecher in die Zitadelle die ein Museum über Jerusalem beinhaltet.
Tipp: Super Aussicht vom Turm auf die Altstadt.

Weiteres nettes Erlebnis war die Begehung der Stadtmauer (ca. 15NIS / vom Jaffa Tor aus).
Zum Schluss hab ich mich noch zum Gartengrabstätte begeben. Hierbei handelt es sich nach Meinung der anglikanischen und freikirchlichen Christen um die eigentliche Grabstätte Jesus. Naja, mir gefällt der Gedanke besser, dass Jesus nach der Kreuzigung in der Grabenskirche bis zur Auferstehung war.

Heut Abend werden wir noch einmal eine schöne Kneipentour durch Tel Aviv machen...

Dienstag, 11. März 2008

Sicherheitslage

Habe natürlich den Anschlag in Jerusalem mitbekommen und mir meine Gedanken dazu gemacht.
Wenn man dieses Land bereist merkt man natürlich zwangsläufig, dass das Thema Sicherheit hier anders gehandhabt wird. Ich habe mich mittlerweile fast daran gewöhnt, dass man bei größeren Gebäuden (Einkaufszentrum, Busbahnhof usw.) durchsucht wird. Auch ist es hier normal, dass so gut wie jeder Sicherheitsbeamte, auch Lehrer auf Schulausflug, eine Waffe mit sich führt.
Durch Gespräche habe ich erfahren müssen, dass es eben notwendig ist, dass diese Maßnahmen getroffen werden.
Ein Israeli sagte zu mir, heute explodiert eine Bombe und morgen denkt man wieder an das Jetzt. - wirklich bemerkenswert, wie die Israelis trotz der ständigen Gefahr so unbeschwert ihren Alltag genießen können.

Trotz der vielen Warnungen und Hinweise konnte ich eigentlich nur gute Erfahrungen machen.

Durch die Negev zurück nach Tel Aviv

Heute hieß es von Elat Abschied zu nehmen. - Tschüss Strand, Meer und 30 Grad.

Da Hans Christan nach Jerusalem muss, habe ich ihn eingeladen bei mir bis Tel Aviv mitzufahren. So war ich die ganze Strecke durch die Negev Wüste wenigsten net allein. Da mal wieder kein Radiosender mit Musik rein zu bekommen war und die Strecke net viel Abwechslung bringt, wäre es sehr langweilig geworden.
Über Mitzpeh Ramon (am Krater gelegen) gings in Richtung Beersheba, für diese Strecke braucht man mit dem Auto gute zwei Stunden.
Bezüglich der weiteren Strecke konnte ich meinen Mitfahrer überreden über Sderot und Ascelon (was in letzter Zeit zur traurigen Berühmtheit gelangte) zu fahren. Als wir dann in der Nähe des Gazastreifens waren, musste ich feststellen, dass es dort eigentlich nichts Sehenswertes gab. Der Ausblick auf den Gazastreifen war mau und in Ascelon lief das normale Alltagsleben.

Nachdem ich das Auto zurück gegeben hatte, gings zum Relaxen an den Strand von Tel Aviv - echt klasse, man kann hier sogar Wellenreiten.


Fazit:
Der Süden ist die Partymeile der Israelis, dementsprechend wird hier was geboten und erlebt. Zum Tauchen lohnt sich der Sprung über die Grenze, da es dort unberührter und vielfältiger ist.

Montag, 10. März 2008

Gestern Jordanien, heute Ägypten

Heute habe ich mal wieder das Land verlassen.
- Das wird bestimmt ein lustiges Frage und Antwortspiel bei der Sicherheitskontrolle am Flughafen (Abflug) -
Hab über die Tauchbasis eine Bootstour nach Tabaga (Ägypten) gebucht. Der Grenzübergang war kein großes Problem, da der Tauchlehrer jeden Tag über die Grenze geht - unvorstellbar, dass er dieses Prozedere jeden Tag aufs neue mit macht.
In Tabaga gings gleich aufs Boot und dann weiter nach Süden. Der Tauchplatz war auf jeden Fall besser als in Elat und die Bootsfahrt konnte man auch genießen.
Auf dem Rückweg wurde ich an der Grenze natürlich wieder besonders genau unter die Lupe genommen. Nicht nur, dass sie meinen Pass und meine Hände auf Sprengstoffrückstände untersucht haben, sie fragen mich auch komplett aus.
Habe erfahren, dass dies aber mal wieder berechtigt ist, da jede Woche mind. ein Terrorist (mit Sprengstoff usw.) am Grenzübergang aufgegriffen wird. - kein Scherz -
Wieder zurück schnappte ich mir mein Buch (hab es doch glatt geschafft meine zwei mitgebrachten Bücher zu lesen) und ging zum Strand.

Das Abendprogramm sah wieder vor, dass Gabriel (Kolumbien), Hans Christian (Dänemark) und ich uns mit jeweils zwei Bier zum Strand begaben.

Tauchen, tauchen, tauchen / Elat

Hab heute drei ganz nette Tauchgänge in Elat gemacht. Tauchbasis war Aquasports nahe der Grenze zu Ägypten. Die Anlage machte zwar net den besten Eindruck, dafür hatte ich die süβeste Tauchlehrerin von ganz Israel. Das Tauchgebiet (Riff) war ziemlich verbraucht. Morgen mach ich einen Ausflug mit dem Boot, mal schaun wie das wird.

Abends bin ich dann noch mit einem Dänen und einem Kolumbianer aus der Jugendherberge was trinken gegangen. Ein echter Hammer ist, dass das bekannteste Bier aus Deutschland das Weihenstephan (Weizenbier) ist - komisch nur, dass ich daheim noch nie von dem gehört hab.

Samstag, 8. März 2008

Auf den Spuren des Indiana Jones \ Petra (Jordanien)

Heute gings nach Petra (Jordanien). Habe dort erfahren müssen, dass Petra nicht von Indi und seinem Dad entdeckt wurde. War aber trotzdem sehr beeindruckend sich dort umzusehen. Habe den Trip mit einer Reisegesellschaft (150 Dollar + Grenzgebühr) gemacht, hat alles bestens geklappt. Leider hab ich den Reiseleiter mit seinem schnellen genuscheltem englisch nicht wirklich verstanden. Bei dem Ausflug hab ich ein Ehepaar aus der Nähe von Dresden kennen gelernt und so konnten wir uns wenigstens untereinander nett unterhalten. So war dann auch wieder ein ganzer Tag rum.



Fazit:
Der Ausflug nach Jordanien hat sich nicht nur wegen den vielen Stempeln im Pass gelohnt.

Freitag, 7. März 2008

Vom tiefsten (frei zugänglich) Punkt der Erde (-420m) ans Rote Meer \ Elat


Mir ist grad schlecht. Habe mir ne große Pizza besorgt und sie am Hafen von Elat gegessen. Hierbei habe ich wieder zwei Fehler gemacht. Erstens, zu schnell gegessen und zweitens, zu Mittag nur ne kleine Tüte Chips gehabt. Ich werd einfach net schlauer :-)

Mal überlegen was heute alles war:
Hab im Youth Hostel zwei nette junge Leute kennen gelernt, mit denen ich Vormittags im Nationalpark En Gedi gewandert bin. War klasse, dort sind mehrere natürliche Pool die von von kleinen Wasserfällen gespeist werden. Nach der schweiβtreibenden Wanderung haben wir dann in einem gebadet. Dieses erfrischende Gefühl ist kaum zu beschreiben gewesen. Blöd nur, dass gerade beim Umziehen eine Gruppe von ca. 20 Kindern mit Eltern auftauchte.
Auf dem Weg nach Elat lag die Festung Massada. Diese Festung hat in Israel eine große Bedeutung, da hier 70 n.Chr. die letzten jüdischen Aufständischen bei der Erstürmung durch die Römer Selbstmord als einzigen Ausweg vor der drohenden Versklavung durch die Angreifer sahen. Eine groβe Anlage wo es einiges zu besichtigen gibt, auch hat man dort eine tolle Aussicht aufs tote Meer.

Nun folgte eine lange Fahrt durch die Wüste....
Schließlich kam ich in Elat an und habe erst einmal eine Besichtigungstour an der Strandpromenade gemacht.

Morgen geht es nach Petra.

Donnerstag, 6. März 2008

Wer nichts wagt, der nichts gewinnt. \ Ein Gedi

Früh raus und gleich wieder auf Entdeckungstour gegangen. Erste Station war Kafarnaum, hierbei handelt es sich um das alte Fischerdorf aus dem der Jünger Petrus und weitere Jünger stammten. Neben einer alten Synagoge befindet sich hier auch eine katholische Kirche die über dem Haus des Petrus gebaut wurde.
Da ich ja gestern die Einladung bekommen habe, noch einmal bei der Polizei in Tiberias vorbei zu schaun, bin ich natürlich hin. Hierbei habe ich einen netten Polizisten getroffen der Ursprünglich aus dem Schwabenland stammt. Dieser erklärte mir nicht nur das Polizeileben in Israel, sondern führte mich auch ein bissl rum.
Kaum glauben konnte ich, dass er und seine Familie durch Zufall zwei Mal einer Bombenexplosion entkommen sind. Auch war Tiberias erst vor zwei Jahren mehrfach dem Beschuss aus dem Libanon ausgesetzt. Nun verstehe ich langsam warum das Sicherheitsdenken in Israel so ausgeprägt ist.
Eine weitere Zwischenstation war Nazaret. Hier galt es die Verkündigungsbasilika und die Josephskirche anzuschaun. Hierbei hatte ich mal wieder ausgesprochenes Glück, denn ich hatte nicht nur eine deutsche Reisegruppe bei der ich zuhören konnte, sondern es wurde auch ein kleiner Gottesdienst (nur mit Priestern) in deutsch gehalten.
Alle Israelis die ich gefragt hatte, haben mir davon abgeraten das Jordantal zu befahren. Ich habe mich aber auf die Aussage der Polizisten in Tiberias verlassen und wurde nicht enttäuscht. Die Strecke war absolut schön und sicher. Auf der Strecke habe ich auch wieder junge Tramper mitgenommen. Hierbei erfährt man nicht nur was über Land und Leute, sonder man hat auch ne nette Unterhaltung (die Radiosender reden die meiste Zeit).
Jericho habe ich mir dann aber doch nur von der Ferne angeschaut, da meine Mitfahrer mir dringend davon abgeraten haben hinein zu fahren.

In En Gedi angekommen, machte ich mich dann gleich auf und habe im Toten Meergebadet.

Mittwoch, 5. März 2008

Golan / Tiberias

Da ich fast nicht mehr richtig auftreten kann, habe ich mir für heute fest vorgenommen so wenig wie nötig zu laufen.

Begonnen habe ich meine Tour mit einer Besichtigung der Brotvermehrungskirche in Tabgha direkt am See. Dort ist ein gut erhaltendes Mosaik aus dem 5. Jahrhundert am Altar zu besichtigen. Nächste Station war der Mt. of Beatitudes (Berg der Seligpreisungen), hier hielt Jesus angeblich seine bekannte Bergpredigt.
- sehr schöne Aussicht auf den See -

Weiter gings in den Golan. Habe dort einen jungen Tramper (gibt es sehr viele) mitgenommen, der mir als Dank die interessanten Orte auf der Karte zeigte. Hinweis - für den Golan braucht man auf jeden Fall eine sehr gute Karte.
Die Golanhöhen sind auf jeden Fall sehr Sehenswert, jede Menge besondere Naturschönheiten (Wasserfälle und Aussichtspunkte).
Bei den ganzen Leuten, die hier leben und unterwegs sind, braucht man sich auch keine Sorgen bezüglich der Sicherheit machen.
Bin auch für eine Blick nach Syrien, mit einem Touristenpaar in einen alten Grenzstützpunkt gegangen (nähe Mt. HaBashan). Der Golan ist mit alten und neuen Stützpunkten förmlich übersäht. Dies liegt neben der kämpferischen Einnahme (1967) auch an der besonderen Lage zu den drei angrenzenden Ländern Libanon, Syrien und Jordanien.

Nachdem ich fast am Mt. Hermon (Skigebiet ganz im Norden) war, habe ich kehrt gemacht und bin zurück zum See gefahren.
An der südlichen Seeseite bin ich dann noch a bissl dem Jordantal gefolgt. Hierbei kam ich der Jordanischen Grenze ziemlich nahe und konnte es mir nicht verkneifen einen Blick (auch Foto) nach Jordanien zu riskieren. Hierbei bin ich natürlich einer schwer bewaffneten Grenzpatrouille in die Arme gelaufen. -- Halb so wild, die netten Jungs wollten mich dann sogar auf einen kleinen Hügel begleiten, was ich dann aber dankend ablehnte.

Auf dem Weg nach Tiberias habe ich dann noch in Jardenit vorbeigeschaut. Dort ist es ganz lustig, hier lassen sich nämlich Touris im Jordan River taufen. Hab für meine Mum auch ein bissl Jordanwasser (für die nächste Taufe) mitgenommen.
Der Spruch: "über den Jordan gehen", kann mir somit auch nichts mehr anhaben.

So sitze grad in einem Internetcafe in Tiberias und werde mir jetzt dann noch was zum Abendessen suchen.

Zusatz: Essen war ich dann bei einem Libanesen, war ganz gut.

Da ich die aktuelle Sicherheitslage im Jordantal erfragen wollte, habe ich die Polizeistation in Tiberias aufgesucht. Der Wachhabende war dann sehr net und hat für mich bei der dortigen Polizeibehörde angerufen. Als ich ihm zum Dank ein Abzeichen von mir gab, meinte er, dass ich auf jeden Fall morgen noch einmal vorbeischaun sollte.

Dienstag, 4. März 2008

Der Norden \ Karei Desheh

Da ich nun ein Auto zur Verfügung habe, hab ich mich in Richtung Norden aufgemacht.
Hab mich natürlich erst mal in einem Wohngebiet in Tel Aviv leicht verfahren, nach einer kleinen Hilfe gings dann in Richtung Caesarea. Caesarea ist die alte Stadt des Herodes von der noch der Palast, Amphitheater und ein Aquädukt zu besichtigen sind. Sehr sehenswerte Anlage am Meer für die man mind. zwei Stunden mitbringen sollte.
Zweite Station waren die Bahaigärten in Haifa. Vom obersten Punkt aus, hat man einen sehr schönen Ausblick auf die gepflegte Gartenanlage und die Hafenstadt.
Das nächste Highlight war dann die alte Kreuzfahrerstadt Akko. Eine sehr interessante alte Hafenstadt (14. Jahrhunderts v. Chr.) mit verwinkelten Gassen und Märkten. Besonders sehenswert ist die El-Jezzar Moschee und die alte Säulenkarawanserei.

Meinen eigentlichen Plan nach Nazareth zu fahren habe ich geändert und bin ganz nach Norden an die Grenze zum Libanon gefahren. Genau an der Grenze (Rosh Hanikra) befinden sich nämlich Kreidefelsen mit einer bekannten Grotte.

Weiter gings auf der Str. 899 die entlang der libanesischen Grenze führt, habe hierbei einen kurzen Ausblick in den Libanon gehabt.
Am See Genezareth (Lake Kinneret - 212m unter dem Meeresspiegel) angekommen, hatte ich das Glück in der Jugendherberge Karei Desheh (104 NIS = 14Euro) unterzukommen.

Aufgrund der Strapazen (Blasen an den Füßen) der letzten Tage habe ich mir mal was gegönnt. Für 200 NIS bin ich in den Hammat Gader (Thermalquelle in einer Schlucht an der Südseite des Sees) gefahren und habe mich dort vom heißen Wasser und einer Massage verwöhnen lassen.
- sehr entspannend -

Montag, 3. März 2008

Jerusalem / Bethlehem


Was waren das für zwei ereignisreiche Tage...

erster Tag:
Am Sonntag ging es früh mit dem Bus (18 NIS) von Tel Aviv nach Jerusalem. Am Busterminal musste ich erst mal den Bus 405 nach Jerusalem finden, gar nicht so einfach, bei einem 5-stöckigen Busbahnhof ( es gibt keine wirklich gute Zugverbindung nach Jerusalem). Im Busterminal kam ich mir dann vor, als wäre ich auf einem Truppensammelplatz - echt Wahnsinn, wie viele junge Soldaten sich nach dem Sabbat auf den Weg in ihre Kaserne machten. In Jerusalem angekommen bin ich erst mal in Richtung Old City gefahren. Wollte ja pünktlich auf den Tempelberg (Felsendom und Al-Aqsa Moschee), denn laut meinen Reiseführer sollte der Einlass von 07:30 bis 11:00 Uhr sein. Am Zugang zum Tempelberg musste ich dann erfahren, dass der Zugang für Touristen von 12:30 bis 13:30 ist.
Also hieß dies erst mal was anderes erkunden. So habe ich mich auf den Weg zur Via Dolorosa (Leidensweg Christi) gemacht - War dann gar net so leicht alle Stationen zu finden. Bin am Ende des Kreuzweges schließlich davon ausgegangen, dass es sich bei der Erlöserkirche um die große Grabeskirche (Curch of the Holy Sepulchre) handelt. Ich natürlich rein in die Kirche und befand mich anschließend mitten in einem deutschen Gottesdienst. Nachdem ich der Messe ein wenig gelauscht hatte, entschied ich mich, nun doch mal die Grabeskirche (letzte Station) zu suchen. Nachdem ich mir den Kreuzigungsort angeschaut hatte, ging ich zum Heiligen Grab. Nach ca. ne halbe Stunde anstehen, durfte ich auch ins Allerheiligste eintreten. Für mich als "römisch erzogenen" war es schon etwas besonderes an so einem wichtigen Ort gewesen zu sein.

Da am Tempelberg bereits der Einlass begonnen hatte, machte ich mich über das Jüdische Viertel auf den Weg dorthin. Am Zugang zum Tempelberg kam ich mit einem Deutschen ins Gespräch der mir dann netterweise den Tempelberg erklärte. Dieser konnte mir sogar ein Fenster auf der rechten Seite der Al Aqsa Moschee zeigen, durch welches man ein wenig in den Innerraum der Moschee blicken konnte. Ich wäre gerne ins Innere der Moschee gegangen, doch leider ist der Zugang, zur Moschee und auch zum Felsendom, den Nichtmoslimen untersagt. Nach einer ausgiebigen Fotosession machte ich mich gleich auf den Weg zum alten Busbahnhof am Damaskus Tor. Nachdem ich mich mit einer Falafel (7 NIS) gestärkt hatte, fand ich ein Sherut (Linie 25) nach Bethlehem. Für nur 6 NIS kam ich so direkt nach Bethlehem. Nachdem ich mich während der Fahrt mit einem jungen Palästinenser unterhalten (Wo ich her komme, warum ich nur kurz ins Westjordanland reise und natürlich über die Schikanen der israelischen Besatzer) hatte, erklärte er mir den kürzesten Weg zur Geburtskirche. So habe ich nach dem Sterbeort auch den Geburtsort (ja, falsche Reihenfolge) angeschaut. Auf dem gleichen Weg gings wieder zurück.
Es folgte ein weiterer Rundgang in der Alten Stadt - außergewöhnlich: alle Palästinenser hatten aus Protest (Gaza) ihre Geschäfte geschlossen - ( Tipp: Österreichisches Hospiz, super Blick vom Dach auf die Old City) durch die Altstadt mit einem Treffen mit Nina (Volontär in Jerusalem). Sie ermöglichte mir ein Foto vom Dach des St. Lois Hospital auf das Christliche Viertel. - Danke auch für die leckere Pizza -

zweiter Tag:
Heut gings mit Arno nach Yad Vashem. Sehr beeindruckende Ausstellung über den Holocaust - dies lässt niemanden unberührt. Anschließend sind wir ins Israel Museum (Taxi 30 NIS) und haben dort die Schriftrollen von Qumran
angesehen. Nachdem Arno zurück nach Tel musste, habe ich mich noch einmal mit Nina getroffen. Mit ihrer Mitbewohnerin Marie machten wir einen weiteren Rundgang durch die Altstadt (Tipp: Zugang auf die Dächer im Jüdischen Viertel) und landeten schließlich in Mea Shearim. Dies ist ein altes Stadtviertel außerhalb der Altstadt in der besonders orthodoxe Juden leben - auf züchtige Kleidung achten. Nach einem kurzen Ausflug auf den Suk gings dann auch schon wieder zurück.

Mir tun so die Beine weh, aber dafür sind mir meine Sünden vergeben ("Pilgerreise" nach Jerusalem).

Fazit Jerusalem / Bethlehem:

Pflichtprogramm / alles sehr beeindruckend mit einem besonderen Flair / keinerlei Probleme bzw. Schwierigkeiten im Palästinensergebiet

Samstag, 1. März 2008

Old Yafo / Tel Aviv

Heute gings nach Yafo (יפו). Yafo (3500 Jahre alt) ist der Ursprüngliche Teil von Tel Aviv, denn das eigentliche Tel Aviv wurde gerade mal 1909 gegründet. Ach, heute sollen es 24 Grad werden - so war es dann auch, deshalb haben wir am Strand von Tel eine schöne Siesta gemacht - hab natürlich mir gleich einen leichten Sonnenbrand geholt --> und das am 01.März !!!
Sind dann anschließen die gesamte Promenade bis zum alten Hafen gelaufen. Der alte Hafen ist mittlerweile ein Cafe- und Restaurantviertel. Haben dort natürlich gleich in einem gut teuren Restaurant an der Promenade zu Abend gegessen. Unser Nachtprogramm sieht heute wieder eine kleine Bar- Kneipentour vor --> aber nicht wieder so lange, denn morgen gehts nach Yerushalayim (Jerusalem).

Fazit Tel Aviv:
Sehr sehenswerte Stadt. Viele nette junge Leute, schöner Strand mit weichem Sand, tolles Nachtleben, jede Menge Geschäfte (angeblich 50% Bekleidung) und alles gut mit dem Bus (5,5 NIS) und dem Sherut zu erreichen.

Kommentare

kleine Anleitung zum Erstellen von Kommentaren. Unter dem Text auf Kommentare klicken, dann den Kommentar ins große Feld schreiben. Anschließend den teilweise vorhandenen Code (rote Schrift) im Feld drunter wiederholen und nun noch eine Identität auswählen - meistens anonym. Und schon ist der Kommentar gepostet.

Freitag, 29. Februar 2008

Diamanten und Allerlei / Tel Aviv

Heute machten wir uns als erstes in Richtung Ramat Gan auf. Diese angrenzende Stadt ist für ihr Diamantenviertel bekannt. Dort haben wir das Harry Oppenheimer Diamond Museum in der Nähe der Diamantenbörse angeschaut. Kleines aber feines Museum mit einer interessanten Ausstellung. Danach ging es wieder quer durch Tel Aviv zu dem bekannten Carmel Markt (שוק הכרמל) - Straßenmarkt mit Bazaratmosphäre. Ein ganz schönes Gedränge, aber dafür bekommt man ganz neue Eindrücke. Zufällig war in der Nähe noch ein Arts and Crafts Fair Markt - dort wurden Kunst, Schmuck und sonstiges Zeug angeboten. Es folgte ein Rundgang zur Oper und zur Gedenkstätte von Jitzchak Rabin, danach waren wir dann aber ganz schön platt.

Nach einer kurzen Pause haben wir uns mit Freundinen vom Arno in einem Park getroffen. Würde jetzt gerne ein Bild vom Picknick hochladen, habe jedoch meinen Kartenleser zu Hause vergessen - Zusatz: habe die Bilder in einem Internetcafe hochgeladen.
Abends waren wir dann noch zu dritt (mit Hila - Freundin von Arno) beim Essen. Habe hierbei gleich mal die deutsche Bierkultur weitergegeben - es gab zum Essen ein Erdinger Weißbier. Lustig war, dass wir beim Betreten des Restaurants erst auf englisch, dann auf hebräisch und zum Schluss sogar auf deutsch mit der Bedienung über einen freien Tisch verhandelten.

Donnerstag, 28. Februar 2008

Ankunft / Tel Aviv

Morgens gings mit dem Auto zum Flughafen München. Dort angekommen erst mal durch den Security-Check, war gar net so schlimm wie befürchtet. Jetzt war mehr oder weniger geplante drei Stunden warten angesagt. Leider war der Flieger kaputt und so durfte ich dann insgesamt fünf Stunden in der netten Abflughalle warten. Flug war dann ganz ok, waren ja nur drei Stunden... Die Ankunft war dann ein klacks, wurde natürlich als erster der Security-Befragung unterzogen. Dachte erst, dass es sich hierbei um Servicepersonal (gelbe Warnwesten) handelt, die die älteren Fluggäste betreut. Zum Glück hat der Arno am Ausgang auf mich gewartet und so konnte es dann auch gleich mit dem Taxi nach Tel Aviv Downtown gehen.
In der City angekommen, sind wir gleich los und haben nen ersten Erkundungsrundgang gemacht. Echt irre, was da so spät noch auf den Beinen ist. Ach, die erste Falafel hab ich auch gleich probiert. Anmerkung: Das Importbier (Tuborg, Heineken, Tucher -> ja richtig gelesen - Tucher aus dem schönen Fürth) war gar net so schlecht. Das erhoffte Goldstar Bier hab ich leider noch net gefunden.
So für heute ist Schluss, morgen ist viel geplant.

Jetzt gehts los

nach einer schlaflosen Nacht gehts nun in wenigen Minuten los...

Dienstag, 26. Februar 2008

Noch zweimal schlafen / Fürth

Rucksack vorbereitet, Wäsche gewaschen und gebügelt, Unterlagen zusammengesucht, Fotoapparate gelöscht und geladen, Tauchsachen verstaut, Arno mitgeteilt wann ich am Flughafen Tel Aviv ankomme, passende Schuhe besorgt, diverse Sachen eingepackt, Wohnung aufgeräumt und von den Liebsten verabschiedet

----> mein Gott, ich hab ja noch gar nichts gemacht.

Montag, 21. Januar 2008

Bald geht es los

Voller Vorfreude bin ich grad dabei, meinen 15-tägigen Kreuzzug ins gelobte Lande zu organisieren. --> Bloß was erwartet mich ???