Mittwoch, 5. März 2008

Golan / Tiberias

Da ich fast nicht mehr richtig auftreten kann, habe ich mir für heute fest vorgenommen so wenig wie nötig zu laufen.

Begonnen habe ich meine Tour mit einer Besichtigung der Brotvermehrungskirche in Tabgha direkt am See. Dort ist ein gut erhaltendes Mosaik aus dem 5. Jahrhundert am Altar zu besichtigen. Nächste Station war der Mt. of Beatitudes (Berg der Seligpreisungen), hier hielt Jesus angeblich seine bekannte Bergpredigt.
- sehr schöne Aussicht auf den See -

Weiter gings in den Golan. Habe dort einen jungen Tramper (gibt es sehr viele) mitgenommen, der mir als Dank die interessanten Orte auf der Karte zeigte. Hinweis - für den Golan braucht man auf jeden Fall eine sehr gute Karte.
Die Golanhöhen sind auf jeden Fall sehr Sehenswert, jede Menge besondere Naturschönheiten (Wasserfälle und Aussichtspunkte).
Bei den ganzen Leuten, die hier leben und unterwegs sind, braucht man sich auch keine Sorgen bezüglich der Sicherheit machen.
Bin auch für eine Blick nach Syrien, mit einem Touristenpaar in einen alten Grenzstützpunkt gegangen (nähe Mt. HaBashan). Der Golan ist mit alten und neuen Stützpunkten förmlich übersäht. Dies liegt neben der kämpferischen Einnahme (1967) auch an der besonderen Lage zu den drei angrenzenden Ländern Libanon, Syrien und Jordanien.

Nachdem ich fast am Mt. Hermon (Skigebiet ganz im Norden) war, habe ich kehrt gemacht und bin zurück zum See gefahren.
An der südlichen Seeseite bin ich dann noch a bissl dem Jordantal gefolgt. Hierbei kam ich der Jordanischen Grenze ziemlich nahe und konnte es mir nicht verkneifen einen Blick (auch Foto) nach Jordanien zu riskieren. Hierbei bin ich natürlich einer schwer bewaffneten Grenzpatrouille in die Arme gelaufen. -- Halb so wild, die netten Jungs wollten mich dann sogar auf einen kleinen Hügel begleiten, was ich dann aber dankend ablehnte.

Auf dem Weg nach Tiberias habe ich dann noch in Jardenit vorbeigeschaut. Dort ist es ganz lustig, hier lassen sich nämlich Touris im Jordan River taufen. Hab für meine Mum auch ein bissl Jordanwasser (für die nächste Taufe) mitgenommen.
Der Spruch: "über den Jordan gehen", kann mir somit auch nichts mehr anhaben.

So sitze grad in einem Internetcafe in Tiberias und werde mir jetzt dann noch was zum Abendessen suchen.

Zusatz: Essen war ich dann bei einem Libanesen, war ganz gut.

Da ich die aktuelle Sicherheitslage im Jordantal erfragen wollte, habe ich die Polizeistation in Tiberias aufgesucht. Der Wachhabende war dann sehr net und hat für mich bei der dortigen Polizeibehörde angerufen. Als ich ihm zum Dank ein Abzeichen von mir gab, meinte er, dass ich auf jeden Fall morgen noch einmal vorbeischaun sollte.

2 Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Hallo Stefan. Ich hatte heute endlich mal Zeit, mit deinen Reiseblog anzuschauen. Echt toll. Dein "Tagebuch" für die Daheimgebliebenen ist auch super, man is ja fast live dabei. Auf jeden Fall freu ich mich scho auf die vielen Fotos die du gemacht hast und auf einen Fotoabend bei dir. Viele liebe Grüße aus Fürth, B.W.&A.R. Bis bald!

Carmen hat gesagt…

Der Abstecher zum Mt.Hermon lohnt sich auf jeden Fall. Ich bin vor knapp 2 Wochen das 1.Mal dort gewesen. Ungewöhnlich, eine Ski-Mautstation in Israel - habe ich so nicht erwartet. Habe das Auto auf dem Parkplatz (Talstation der Sessellifte) für 10 NIS geparkt und bin dann zu Fuss bis zur Bergstation gelaufen. Mit flottem Schritt ca. 45 Min. Ansich wollte ich dann mit dem Lift runter fahren, aber da es der Vortag von Sukkot war schloss dieser schon früher und es war nicht möglich, aber der nette "Liftboy" bzw. seine Kollegen, die dann kamen nachdem wir ca. 7 Min. auf der Strasse gelaufen waren, nahmen uns mit dem Auto wieder mit nach unten.